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Investment

Im Trend - Investmentfonds

>> Erläuterung Investmentfonds >> Planung des persönlichen Fonds


"Eine Invasion von Armeen kann man aufhalten, nicht jedoch eine Idee, deren Zeit gekommen ist", so ein Zitat von Viktor Hugo (Autor von "Les Misérables").
Auch die Idee, das Geld mehrerer tausend Sparer zusammenzulegen, um anschließend viele Vermögenswerte dafür zu kaufen, setzt sich unaufhaltsam durch.


Die Idee

Investmentfonds werden von speziellen Investmentfirmen, auch Kapitalanlagegesellschaften (kurz: KAGs) genannt, gegründet und anschließend jahrzehntelang verwaltet. Sparer können sich jederzeit an einem Investmentfonds beteiligen. Sie zahlen einen bestimmten Geldbetrag an die KAG und erhalten im Gegenzug Fondsanteile auf einem Depotkonto gutgeschrieben.


Wie viele Anteile jemand bekommt, hängt vom eingezahlten Geldbetrag und dem Preis pro Anteil ab. Die Einzahlungssumme kann der Sparer frei bestimmen: Bei regelmäßiger, zum Beispiel monatlicher Anlage, akzeptieren die meisten Investmentgesellschaften Beträge ab 50 Euro. Bei Einmaleinzahlungen liegen die Grenzen normalerweise etwas höher - abhängig von der jeweiligen Gesellschaft zum Beispiel bei 500 oder 1.500 Euro.


Vorteile der Fondsanlage:

  • Breite Streuung des Kapitals
  • Professionelles Management
  • Konditionenvorteile
  • Problemloser Zugang zu ausländischen Finanzmärkten
  • Erwerb von Anteilsbruchteilen möglich

Der erste Anteilspreis eines Investmentfonds wird von der KAG bestimmt. Hierzulande gibt es die klare Regel, dass Anteile zu Anfang nicht mehr als 50 Euro kosten dürfen. Dadurch soll sichergestellt werden, dass sich auch Anleger mit kleinen Summen beteiligen können (für Fonds, die im Ausland, z. B. in Luxemburg, aufgelegt werden, gilt die Regel allerdings nicht).

Ein Investmentfonds ist im Grunde nichts anderes als eine Kapitalsammelstelle. Im Idealfalle kommen mittels Anteilverkauf mehrere hundert Millionen Euro zusammen. Beim weltweit größten Investmentfonds verwalten die Manager ein Kapital von sage und schreibe über 80 Milliarden Euro.

Solch gewaltige Summen werden mit dem Zweck zusammengetragen, große Mengen an Wertpapieren zu kaufen, die sich ein Einzelner nicht leisten könnte. Anleger genießen hierdurch den besonderen Vorteil, ihren vergleichsweise geringen Geldbetrag breit über die verschiedenen Finanzmärkte streuen zu können und so die Risiken, die gewöhnlich mit dem Kauf einzelner Wertpapiere verbunden sind, auf ein Minimum zu reduzieren. Die Chancen auf Kursgewinne und sonstige Erträge bleiben dabei in voller Höhe erhalten.

Strenge gesetzliche Kontrolle.

Für Investmentfonds gibt es in Deutschland ein eigenes Gesetz: das Gesetz über Kapitalanlagegesellschaften, kurz KAGG. Dieses gibt allen Unternehmen, die Fonds vertreiben wollen, sehr strenge Regeln vor. Beispielsweise müssen sämtliche Vermögenswerte eines Fonds strikt von den Wertpapierbeständen und dem sonstigen Besitz der Gesellschaften getrennt aufbewahrt werden. Im Gesetz werden Investmentfonds aus diesem Grunde auch als "Sondervermögen" der Investmentgesellschaften bezeichnet. Die permanente Kontrolle durch eine weitere Instanz, die sogenannte Depotbank, schützt Anleger vor unerlaubten Wertpapierverkäufen oder heimlichen Barentnahmen. Die Depotbank ist für die Verwahrung ("Deponierung") des Fondsvermögens zuständig und muss außerdem sämtliche Kauf- und Verkaufstransaktionen der Manager überwachen.


Professionelles Management, günstige Konditionen

Aufgrund der Kapitalbündelung in einem Investmentfonds ist es möglich, Wertpapierexperten, die sogenannten Fondsmanager, mit der Verwaltung des Vermögens zu beauftragen. Sie verfügen über hervorragende Fachkenntnisse und wählen die Wertpapiere sehr sorgfältig aus. Die Manager beobachten und analysieren ständig die internationalen Finanzmärkte, kaufen und verkaufen je nach Marktsituation Wertpapiere und schichten das Fondsvermögen im Laufe der Jahre normalerweise regelmäßig um. Gegenüber Privatanlegern haben Fondsmanager den Vorteil, dass sie sämtliche Börsengeschäfte zu günstigen Konditionen abwickeln können.


Zugang zu ausländischen Aktienmärkten

Mit Hilfe von Investmentfonds erlangen auch Kleinanleger Zugang zu bestimmten Märkten, in die sie allein gar nicht oder nur unter großen Mühen investieren könnten. Ein Beispiel: Normalbürger werden kaum in der Lage sein, sich auf Dauer erfolgreich an südamerikanischen oder asiatischen Aktienbörsen zu engagieren. Dafür fehlt den meisten einfach das Gespür und die Möglichkeit, an entscheidende, marktbeeinflussende Informationen zu gelangen.

Auch beim Kauf und Verkauf südamerikanischer bzw. asiatischer Aktien werden Anleger gewöhnlich an Grenzen stoßen, da die Abwicklung von Börsenorders erhebliche Schwierigkeiten bereitet. Demgegenüber kann sich prinzipiell jedermann an Investmentfonds beteiligen, die Aktien ausschließlich in Südamerika oder Asien kaufen. Auf diese Weise erhalten Sparer auch zu exotischen Aktienmärkten auf anderen Kontinenten Zugang.


Fondsanteile sind Wertpapiere.

Genau wie Aktien oder Anleihen sind auch Fondsanteile Wertpapiere, die eine Identifikations-Nummer besitzen. Die altbekannte Wertpapier-Kenn-Nummer (WKN) wurde im April 2003 durch die International Securities Identification Number (ISIN) abgelöst. Früher erhielten die Sparer ihre Fondsanteile in Form echter Urkunden. Um jedoch auf den Druck tausender Anteilscheine ("Investmentzertifikate") sowie auf deren ständigen Transport und Aufbewahrung verzichten zu können, werden sie heutzutage normalerweise nur noch auf Wertpapierdepots hin und her gebucht.



Hinweis:

Die Darstellungen enthalten kein Angebot und keine Empfehlung, bestimmte Anlageprodukte zu erwerben. Dies gilt auch bei der Darstellung einzelner Wertpapiere oder Emittenten. Unsere Informationen können eine anleger- und anlageorientierte Beratung nicht ersetzen.