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Im Trend - Investmentfonds
Die Idee
Investmentfonds werden von speziellen Investmentfirmen, auch Kapitalanlagegesellschaften (kurz: KAGs) genannt, gegründet und anschließend jahrzehntelang verwaltet. Sparer können sich jederzeit an einem Investmentfonds beteiligen. Sie zahlen einen bestimmten Geldbetrag an die KAG und erhalten im Gegenzug Fondsanteile auf einem Depotkonto gutgeschrieben.
Wie viele Anteile jemand bekommt, hängt vom eingezahlten Geldbetrag und dem Preis pro Anteil ab. Die Einzahlungssumme kann der Sparer frei bestimmen:
Bei regelmäßiger, zum Beispiel monatlicher Anlage, akzeptieren die meisten Investmentgesellschaften Beträge ab 50 Euro. Bei Einmaleinzahlungen liegen die Grenzen normalerweise etwas höher - abhängig von der jeweiligen Gesellschaft zum Beispiel bei 500 oder 1.500 Euro.
Der erste Anteilspreis eines Investmentfonds wird von der KAG bestimmt. Hierzulande gibt es die klare Regel, dass Anteile zu Anfang nicht mehr als 50 Euro kosten dürfen. Dadurch soll sichergestellt werden, dass sich auch Anleger mit kleinen Summen beteiligen können (für Fonds, die im Ausland, z. B. in Luxemburg, aufgelegt werden, gilt die Regel allerdings nicht). Strenge gesetzliche Kontrolle.
Für Investmentfonds gibt es in Deutschland ein eigenes Gesetz: das Gesetz über Kapitalanlagegesellschaften, kurz KAGG. Dieses gibt allen Unternehmen, die Fonds vertreiben wollen, sehr strenge Regeln vor. Beispielsweise müssen sämtliche Vermögenswerte eines Fonds strikt von den Wertpapierbeständen und dem sonstigen Besitz der Gesellschaften getrennt aufbewahrt werden. Im Gesetz werden Investmentfonds aus diesem Grunde auch als "Sondervermögen" der Investmentgesellschaften bezeichnet. Die permanente Kontrolle durch eine weitere Instanz, die sogenannte Depotbank, schützt Anleger vor unerlaubten Wertpapierverkäufen oder heimlichen Barentnahmen. Die Depotbank ist für die Verwahrung ("Deponierung") des Fondsvermögens zuständig und muss außerdem sämtliche Kauf- und Verkaufstransaktionen der Manager überwachen. Professionelles Management, günstige Konditionen
Zugang zu ausländischen Aktienmärkten
Mit Hilfe von Investmentfonds erlangen auch Kleinanleger Zugang zu bestimmten Märkten, in die sie allein gar nicht oder nur unter großen Mühen investieren könnten. Ein Beispiel: Normalbürger werden kaum in der Lage sein, sich auf Dauer erfolgreich an südamerikanischen oder asiatischen Aktienbörsen zu engagieren. Dafür fehlt den meisten einfach das Gespür und die Möglichkeit, an entscheidende, marktbeeinflussende Informationen zu gelangen. Fondsanteile sind Wertpapiere.
Genau wie Aktien oder Anleihen sind auch Fondsanteile Wertpapiere, die eine Identifikations-Nummer besitzen. Die altbekannte Wertpapier-Kenn-Nummer (WKN) wurde im April 2003 durch die International Securities Identification Number (ISIN) abgelöst. Früher erhielten die Sparer ihre Fondsanteile in Form echter Urkunden. Um jedoch auf den Druck tausender Anteilscheine ("Investmentzertifikate") sowie auf deren ständigen Transport und Aufbewahrung verzichten zu können, werden sie heutzutage normalerweise nur noch auf Wertpapierdepots hin und her gebucht.
Hinweis:
Die Darstellungen enthalten kein Angebot und keine Empfehlung, bestimmte Anlageprodukte zu erwerben. Dies gilt auch bei der Darstellung einzelner Wertpapiere oder Emittenten. Unsere Informationen können eine anleger- und anlageorientierte Beratung nicht ersetzen.
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